Asche bei Trauermücken - funktioniert das?

Asche bei Trauermücken – funktioniert das?

Trauermücken können einem ganz schön auf den Nerv gehen. Die kleinen Zweiflügler legen ihre Eier meist in Blumenerde, woraus dann Larven schlüpfen. Diese fressen dann die Wurzeln der Pflanzen und Blumen an. Wer dagegen nicht gleich die chemische Keule schwingen will, überlegt sich vielleicht, ob Asche gegen Trauermücken hilft. Aber funktioniert Asche gegen Trauermücken wirklich?

Tatsächlich kann Asche gegen Trauermücken eingesetzt werden. Die Holzasche vernichtet die Insekten dadurch, dass sie ihnen Flüssigkeit entzieht. Die Fettschicht der Larven wird beschädigt – die Schädlinge werden also „ausgetrocknet“. Mischen Sie die Asche dazu in die Erde oder gießen Sie ein Asche-Wasser-Gemisch in die Blumen.

Jetzt sind Sie bereits eine Antwort schlauer. Allerdings lohnt es sich dennoch für Sie, weiterzulesen – denn wir erklären Ihnen nicht nur ausführlich, warum Asche gegen Trauermücken funktioniert, sondern auch, was Sie dabei beachten müssen. Außerdem geben wir Ihnen interessante Infos und nützliche Tipps zu und gegen Trauermücken.

Asche bei Trauermücken – funktioniert das?

Um zu klären, ob Asche wirklich gegen Trauermücken effektiv eingesetzt werden kann, schauen wir uns mal die beiden Kontrahenten an. Zunächst einmal die Trauermücken.

Asche bei Trauermücken - funktioniert das?
Die Larven von Trauermücken fressen die Wurzeln von Pflanzen an

Was sind Trauermücken?

Bei Trauermücken handelt es sich um fliegende Insekten, die zwei kleine Flügel besitzen. Man nennt sie daher auch Zweiflügler. Sie gehören, wie der Name schon sagt, zu den Mücken – und sind mindestens genauso lästig, wenn nicht sogar noch nerviger: Die Trauermücken sind gefährlich für Pflanzen, da die jungen Tierchen die Wurzeln anfressen.

Das liegt daran, dass sie ihre Eier in Blumenerde legen. Nach etwa einer Woche schlüpfen daraus dann die Larven. Und das können sehr viele sein: Bis zu 2500 Tiere pro Quadratmeter sind es im Schnitt. Hauptpuppungszeit der Trauermücke ist übrigens von Juli bis August.

Ihr schwarzer Körper besteht aus einem Chitinpanzer und einer Fettschicht. Sie haben dünne Beinchen und hauchdünne Flügel. Dabei werden sie bis zu 7 Millimeter lang. Die Larven selbst sind schlank, grauweiß bis durchsichtig und haben eine schwarze Kapsel. Charakteristisch für die Trauermücken ist ihr tänzelnder Flug.

Asche

Asche ist das, was übrigbleibt, wenn man Holz oder Kohle verbrennt. Und auch bei Zigaretten. Um es gleich vorwegzunehmen: Die beste Asche, mit der man Trauermücken bekämpfen kann, ist die aus verbranntem Holz. Doch mehr dazu später.

Holzasche enthält viele Mineralien und andere nützliche Stoffe – deshalb kann man sie auch hervorragend als Dünger einsetzen. Andererseits stecken in dem verbrannten Material auch eine Menge an Schadstoffe. Quecksilber, Zinn, Kupfer und Cobalt sind nur einige davon. Diese sind zwar erst einmal toxisch. Doch sie helfen auch gegen Trauermücken.

Asche bei Trauermücken - funktioniert das?
Asche zerstört die Fettschicht der Trauermücken

Hilft Asche gegen Trauermücken? Und wieso?

Wie wir gesehen haben, besitzen die Trauermücken – und vor allem deren Eier und Larven – eine Fettschicht. Asche wiederum enthält Schadelemente, die diese Fettschicht zerstören. Dadurch verlieren die Trauermücken Flüssigkeit. Sie trocknen also im wahrsten Sinne des Wortes aus und können sich nicht mehr vermehren.

Wie wende ich Asche effektiv gegen Trauermücken an?

Sobald Sie merken, dass es sich Trauermücken in Ihrer Blumenerde gemütlich gemacht hat, müssen Sie handeln. Nehmen Sie dazu eine Handvoll Asche (etwa aus Ihrem Ofen oder Kamin) und geben Sie es unter die Erde. Noch effizienter und effektiver geht das, indem Sie Asche in eine Gießkanne geben, beides kräftig miteinander vermischen und dieses Gemisch dann in Ihre Blumen gießen.

Die beste Zeit, um gegen die Mücken ins Feld zu ziehen, ist Mai bis Juni. In geschlossenen Wohnungen müssen Sie aber ganzjährig mit einer Belästigung durch die Mücken rechnen.

Welche Asche gegen Trauermücken?

Asche entsteht bei der Verbrennung von Kohlenstoffverbindungen. Typischerweise sind das Holz, Holz-, Braun- oder Steinkohle, aber auch Zigaretten. Sie könnten also theoretisch auch Ihren Aschenbecher in die Blumenerde kippen. Dabei sollten Sie aber eines wissen: Es gibt zwar viele Seiten im Internet, die behaupten, dass Zigarettenasche gut für Pflanzen sei – zum Beispiel als Dünger oder gegen Blattläuse. Allerdings darf es in der EU seit 2010 nicht mehr als Pflanzenschutzmittel verwendet werden, da es zu giftig ist. Wir raten Ihnen auch davon ab, Trauermücken mit Zigarettenasche zu bekämpfen.

Holzasche ist am besten

Wählen Sie stattdessen Asche, die beim Verbrennen von Holz oder Holzbriketts entsteht. Wenn Sie also das nächste Mal ein Lagerfeuer oder einen lauschigen Kaminabend machen, legen Sie ein bisschen abgekühlte Asche beiseite – beispielsweise in einem kleinen Eimer. Sie können auch die Asche vom Grill nehmen. Passen Sie dabei aber auf, dass Sie keine Fett- oder Essensreste mit in die Blumenerde geben. So eine „Aschereserve“ ist immer nützlich. So hilft Asche beispielsweise auch gegen Unkraut oder Maden. Wie das geht, erfahren Sie hier:

Asche gegen Unkraut

Asche gegen Maden

Was hilft noch gegen Trauermücken?

Natürlich sind Trauermücken ein bekanntes Phänomen – entsprechend groß sind auch die Möglichkeiten, die Plagegeister zu vertreiben. Wir haben Ihnen hier einige Möglichkeiten aufgelistet, die Sie ebenfalls anwenden können – denn nicht jeder hat immer genügen Asche zuhause. Und damit meinen wir nicht Geld, haha. Sondern wirklich die verbrannten Überreste von Holz oder Kohle.

Natürliche Feinde der Trauermücken

Wie jedes Tier haben auch die Trauermücken natürliche Fressfeinde, die uns dabei helfen, sich ihrer zu erwehren. Raubinsekten und Vögel zählen dazu – aber auch und vor allem die allseits bekannte Spinne. Daher sollten Sie Spinnen auch niemals beispielsweise mit dem Deo töten, sondern wenn dann allenfalls vertreiben.

Asche bei Trauermücken - funktioniert das?
Die allseits bekannte Hausspinne ist ein natürlicher Feind der Trauermücke

Helfen Gelbtafeln gegen Trauermücken?

Nur bedingt. Sie geben zwar etwas über die Stärke des Befalls an, sind aber für die Bekämpfung der Plagegeister eher weniger gut geeignet. Der Grund: In den Klebefolien verfangen sich nur die sogenannten „Imagines“ der Mücken (damit bezeichnet man das ausgewachsene Insekt). Die Larven bleiben also unbehelligt und nerven Sie und Ihre Blumen weiterhin.

Asche bei Trauermücken - funktioniert das?
Sogenannte Gelbtafeln töten zwar die ausgewachsenen Trauermücken, nicht aber die Larven

Kann man Trauermücken im Backofen vernichten?

Um Trauermücken loszuwerden, greifen die Leute zu unterschiedlichen Methoden. Dabei kann man auch die Blumenerde in den Backofen geben – etwa eine halbe Stunde bei 200 Grad sollte alle Larven abtöten. Ein Einfrieren ist allerdings sehr viel schwieriger, denn Trauermückenlarven sterben erst ab Minus 16 Grad ab. In diesem Artikel erfahren Sie mehr dazu.

Wieso heißt die Trauermücke so?

Die Trauermücke verdankt ihren Namen nicht etwa der Tatsache, dass sie so großes Leid verursacht, dass die Besitzer von Pflanzen und Blumen in große Trauer abrutschen – sondern eher durch ihr Äußeres. Ihr Körper ist schwarz, und Schwarz ist nun einmal die Farbe der Trauer. Auch ihr wissenschaftlicher Name verdeutlicht dies: Sciaridae nennen sie Zoologen, was auf das Griechische „skiaros“ zurückgeht, was so viel wie „dunkel“ oder „beschattet“ bedeutet.


Wir hoffen, dass wir Ihnen mit unseren Tipps im Kampf gegen die Trauermücken weiterhelfen konnten und wünschen Ihnen trauermückenfreie Pflanzen!

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